Forum Archiv und Geschichte

Veranstaltung

"Forum für die Forschung Nachwuchswissenschaftler/innen präsentieren ihre Projekte

01.12.2009

Ort: Veranstaltung im Stadtarchiv Neuss

Stadtteil: Neuss

Thema:
Römische Zeit

Referenten:
Peter Herbrand, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Dr. Stefanie Fraedrich-Nowag, Neuss

Ziel unseres Vereins ist es, auch Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, einem interessierten Publikum ihre aktuellen Forschungsvorhaben zu präsentieren. Unter dem Motto „Forum für die Forschung“ stellen uns in der kommenden Woche, Mittwoch, 2. Dezember, 19.30 Uhr (Stadtarchiv) Stefanie Fraedrich-Nowag und Peter Herbrand ihre Dissertationsthemen vor. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in zwei ganz unterschiedliche Epochen deutscher/ rheinischer und europäischer Geschichte:

1) „Das Entstehen der Provinz Germania inferior“ – Peter Herbrand, geboren 1970 in Neuss, hat an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Alte Geschichte studiert. In seiner Magisterarbeit widmete er sich dem Bataveraufstand. Derzeit promoviert er an der Universität Duisburg-Essen. In seinem Referat beleuchtet er insbesondere die Jahre 70 bis 110 n. Chr., die für das römische Rheinland eine Zeit tiefgreifender Veränderungen bedeuteten. Das Provisorium des niedergermanischen Heeresbezirks, ein Relikt aus den augusteischen Eroberungsfeldzügen, wurde durch eine reguläre Provinz ersetzt: Germania inferior. Damit einher ging ein durch verschiedene Einflüsse bedingter Strukturwandel. Dazu erklärt Herbrand: „Am Ende des Prozesses, im Zuge dessen auch das Legionslager Novaesium aufgegeben wurde, war in Niedergermanien ein Zustand erreicht, der dann über nahezu 170 Jahre hinweg stabil blieb.“

2) „Die Verhandlungen zum Westfälischen Frieden“ – Stefanie Fraedrich-Nowag referiert über den Westfälischen Friedenskongress, der von 1643 bis 1648 in Münster und Osnabrück tagte. Etwa 300 Diplomaten standen an der Spitze von 140 Delegationen, die insgesamt 194 große, mittlere, kleine und kleinste Mächte aus ganz Europa vertraten. Ergebnis der Verhandlungen waren Verfassungsdokumente von grundlegender Bedeutung für die europäische Geschichte der Neuzeit. Die Westfälischen Friedensverträge von 1648 beendeten nicht nur den Dreißigjährigen Krieg, sondern regelten auch das  europäische Machtgefüge neu. In ihrem Vortrag geht Stefanie Fraedrich-Nowag, die in Neuss aufgewachsen ist, auf die Inhalte und den Ablauf der Verhandlungen des Friedenskongresses ein. Die Referentin studierte 1999-2005 in Bonn Geschichte, Politik, Soziologie und evangelische Theologie und promoviert seit 2006 im Rahmen der „Acta Pacis Westfalica“.

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