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13.07.2010
"Vom Feind zum Partner – 50 Jahre deutsch-niederländischer Ausgleichsvertrag"
13.07.2010
Ort: Veranstaltung im Stadtarchiv Neuss
Stadtteil: Neuss
Thema:
Nachkriegszeit – 1945-
Referenten:
Simon Hopf M.A., stellvertretender Vorsitzender Forum Archiv und Geschichte Neuss e.V.
Von Neuss aus ist es nur ein Katzensprung: „Mal eben nach Holland!“ Darüber vergißt man schnell, wie spannungsgeladen das deutsch-niederländische Verhältnis in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen ist. Der deutsche Einmarsch im Mai 1940 und die darauf folgende fünfjährige Besatzung waren für das niederländische Volk eine traumatische Erfahrung. Das erlittene Unrecht führte gegen Ende des Krieges auf Seiten der niederländischen Exilregierung zu ersten Überlegungen, als Wiedergutmachung auf Landabtretungen zu bestehen. Neben zahllosen Zeitungsartikeln erschienen bis Anfang 1946 ungefähr sechzig Broschüren, die sich alle mit der Frage der Notwendigkeit territorialer Forderungen gegenüber Deutschland befaßten. Auch der linke Niederrhein – und damit Neuss – geriet damals ins Visier der Annexionisten. Was 1949 schließlich „vorläufig“ unter niederländische Verwaltung gestellt wurde, betraf im Wesentlichen aber nur noch Elten bei Emmerich und den Selfkant bei Heinsberg. So klein diese Gebiete auch waren, so groß war ihre Bedeutung, als Ende der 1950er Jahre zwischen der Bundesrepublik und dem Königreich der Niederlande erste Schritte zur Annäherung unternommen wurden, die 1960 schließlich in ein großes Vertragswerk mündete. Vorausgegangen waren ein Ringen um Grundsätzlichkeiten und ein Gerangel um Details.
Die Erinnerung an diese (Grenz-)Probleme mit unserem westlichen Nachbarn ist freilich weitgehend verblaßt. Ein Grund mehr, nach einem halben Jahrhundert noch einmal auf die damaligen Ereignisse zu verweisen.
Simon Hopf, stellvertretender Vorsitzender unseres Forums Archiv und Geschichte Neuss, hat sich im Rahmen seines Magisterexamens (2002) eingehend mit der Thematik befaßt. Im Rahmen seiner Untersuchungen konzentrierte er sich insbesondere auf den Selfkant im Spannungsfeld des deutsch-niederländischen Verhältnisses. Im vergangenen Jahr erschienen seine Forschungsergebnisse als regionale Veröffentlichung unter dem Titel „Einmal Niederlande und zurück
– Een retourtje Nederland“.

