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10.09.2014
„Die endlose Geschichte vom Ende der Geschichte – Stationen endzeitlichen Denkens seit dem 17. Jahrhundert”
10.09.2014
Ort: Veranstaltung im Stadtarchiv Neuss
Stadtteil: 17. Jahrhundert
Thema:
Kurkölnische Zeit – 950-1794
Referenten:
Prof. Dr. Achim Landwehr, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf
Über die Rede vom Ende der Geschichte lässt sich trefflich scherzen. Spätestens seit in europäisch-westlichen Diskursen ein Zeitmodell dominant geworden ist, das auf Modernisierung, Fortschritt und Zukunftsoffenheit setzt, sieht sich jede Annahme vom Ende der Geschichte dem Parodieverdacht ausgesetzt. Aber nicht nur weil die Beweise für den Fortgang der Geschichte rein statistisch sind und jede Ankündigung vom Ende der Zeiten Gefahr läuft, die erste zutreffende zu sein, sondern auch weil sich das Posthistorische in zahlreiche Varianten ausdifferenziert hat, lohnt sich ein genauerer Blick, der entsprechende Diskurse ernst nimmt. Dabei werden Schwerpunktverlagerungen deutlich, die sich von einer religiös begründeten Apokalypse über säkulare Hoffnungen auf ein historisches Ziel („Freiheit“, „Kommunismus“) bis zu posthistorischen Erschöpfungszuständen bewegen. Aber auch wenn dabei nicht zum Vorschein kommen sollte, dass und wann die Geschichte endet, so könnte sich vielleicht ein Ende unseres etablierten Verständnisses von Geschichte ausmachen lassen.
Achim Landwehr studierte 1990-1995 Geschichte, Germanistik und Rechtsgeschichte in Augsburg, Freiburg i.Br., Basel und Dublin. Nach ersten beruflichen Stationen habilitierte er sich 2005. Seit 2008 ist er Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der HHU Düsseldorf. Seine jüngste Publikation widmet sich dem Thema „Geburt der Gegenwart. Eine Geschichte der Zeit im 17. Jahrhundert“.

