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Januar 2013
„Neuss im 18. Jahrhundert - Eliten und soziale Strukturen"
21.01.2013
Ort: Stadtarchiv Neuss
Stadtteil: Neuss
Thema:
Preußische Zeit – 1814-1945
Referenten:
Markus Erdmann M.A., Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Das 18. Jahrhundert war für Neuss und seine Bevölkerung eine Phase relativer Ruhe und Friedens. Auch wenn die Stadt nie wieder ihre frühere ökonomische Kraft entfalten konnte: Die Bevölkerung nahm stetig zu, neue Familien kamen in die Stadt und mit ihnen ein bürgerlicher Unternehmergeist, der neue Erwerbsperspektiven eröffnete. Parallel zu den politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Konsolidierungsbemühungen der Neusser Bürgerschaft gab es nach der barocken Verschwendungssucht Clemens Augusts auch von kurfürstlicher Seite starke Anstrengungen, den Staatshaushalt zu stabilisieren. Die Reformversuche der beiden letzten Kurfürsten hatten das steigende landesherrliche Interesse an den inneren Angelegenheiten der Städte zur Folge. Auch Neuss ist davon nicht verschont geblieben, hier trug sich insbesondere
der Sohn der Kaiserin Maria Theresia, Max Franz, in die Annalen der Stadt ein. Im von diesen Bedingungen geprägten Spannungsfeld lebten die Neusser in einer Gesellschaft, deren Strukturen keineswegs „erstarrt“ oder „veraltet“ – sprich „ständisch“ – waren. Vielmehr eröffneten sie dem Einzelnen – ob zugewandert oder aus alteingesessener Familie stammend – unter den entsprechenden Voraussetzungen durchaus den sozialen Aufstieg oder führten ihn direkt die gesellschaftliche Leiter herab. Ausgehend von der Kirchenbuchkartei des Stadtarchivs Neuss werden genau diese Voraussetzungen sozialer Mobilität, die sozialen Strukturen der Neusser Stadtgesellschaft und ihr Einfluss auf die individuelle soziale Praxis und Strategie durch das im Vortrag vorgestellte Dissertationsvorhaben untersucht.

